Fans aktiv

Der Fanstand „Von Fans für Fans - Gemeinsam  unaufhaltsam“

steht unter der Leitung von Sven S. (Fanbeauftragter) und Markus B.

 

Der Fanstand umfasst folgende Tätigkeiten

  • Allgemeine Vereinsinfos
  • Anlaufstelle für Anregungen und Kritik. Diese werden dann an den Vorstand weitergeleitet
  • Organisation von Busfahrten
  • Vorstellung der einzelnen Fanclubs
  • Vorstellung der aktuellen Gegner 
  • Verkauf der Stadionzeitung „face-off“

 

 

Email: fanbetreuung[at]ehcdortmund.de

Fanbetreuertreffen in Nürnberg

Am vergangenen Samstag , dem  11.06.2011, fand im fränkischen Nürnberg das erste gemeinsame Fanbetreuertreffen von Clubs aus der DEL, der 2. Bundesliga und auch den Oberligen statt. Ist dieses Treffen bei den DEL-Clubs schon seit  Jahren eine feste Größe, waren diesmal auch die Vertreter der unterklassigen Clubs zum regen Austausch eingeladen.

Um 13:00 Uhr begann der gemeinsame Teil mit gut 50 Vertretern aller Clubs. Zuvor waren die DEL-Clubs noch unter sich, um sich über die abgelaufene Saison auszutauschen!                                                      

Als Gastredner war Herr Michael Hüttl, seines Zeichens Vize-Präsident des DEB, anwesend.

Der erste Programmpunkt  war der Verkauf von Tickets bei Weltmeisterschaften. Hier wurde bemängelt, dass es von Seiten des DEB bis jetzt nicht geschafft wurde ein zusammenhängendes Kontingent zum Kauf anzubieten, d.h. dass alle deutschen Fans auch gemeinsam in einem Block sitzen. Herr Hüttl nahm die Anregungen interessiert zur Kenntnis und versprach das Problem  DEB-intern anzusprechen und sich für eine fanorientierte Lösung einzusetzen!

Nachdem dieser Punkt abgeschlossen war, führte Herr Hüttl einen ausführlichen Monolog zum Hauptthema des Tages: dem Kooperationsvertrag zwischen DEB und DEL. Es wurde schnell klar, dass der schwarze Peter aus Sicht des DEB bei der DEL liegt! So wurden sämtliche Verhandlungen der letzen Monate wohl nur mit Vertretern der Clubs getätigt, die keine Entscheidungsbefugnis hatten, also hätte man sich diese Verhandlungen auch getrost schenken können! Der größte Knackpunkt in den Verhandlungen stellt sicherlich die Auf- und Abstiegsregelung dar. Hier ist laut DEL-Statuten eine einstimmige! Zustimmung der DEL-Clubs erforderlich, um diesen Punkt zu ändern, und da sind wir beim Problem! Ein sportlicher Abstieg käme in vielen DEL-Standorten mit dem sofortigen Aus für den Verein gleich! Und dieses Risiko wollen die Gesellschafter natürlich nur ungerne eingehen!

 Ein Streitpunkt zwischen beiden Parteien ist laut Herrn Hüttl die Vermarktung des Eishockeysports in Deutschland! So wünscht sich der DEB eine enge Zusammenarbeit mit dem TV-Sender Sport1, der bereit ist eine wöchentliche Highlight-Show zu einem festen Sendeplatz zu produzieren. Dies scheiterte bis dato allerdings am Veto der DEL, da man ja mit Sky einen Exklusivvertrag habe. Hier geht es allerdings nur um die Zweitverwertungsrechte! In diesem Zusammenhang präsentierte Herr Hüttl einige sehr interessante Zahlen die Einschaltquoten betreffend: So verfolgten die Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2011 auf Sport1 in der Spitze ca. 1,8 Millionen Menschen, die WM 2010 im eigenen Land war für den Sender sogar noch erfolgreicher, da wurde mit ca. 3 Millionen im Halbfinale gegen Russland ein Senderrekord aufgestellt. Die sechs DEL-Spiele die Eurosport letzte Saison übertrug, schauten im Schnitt 130000 Menschen, im Vergleich dazu sind die Quoten der Finals zwischen Wolfsburg und Berlin beim „Exklusivpartner“ Sky mit maximal 20000 Zuschauern  gelinde gesagt ein Witz. Das mediale Interesse ist also vorhanden, man muss es nur vernünftig umsetzen, aber Herr Hüttl war da recht optimistisch, dass es ab nächster Saison Zusammenfassungen sowohl aus der DEL als auch aus der 2.Liga geben wird!

Was geschieht, falls der Kooperationsvertrag nicht zustande kommt:

  1. Der DEB erhält von der DEL jährlich 650000€, diese würde wegfallen, was zur Folge hätte, das dieses Geld sicherlich an anderer Stelle wieder eingespart werden muss, was wiederum auch die unteren Ligen betreffen wird!
  2. Die Teams der DEL wären nicht dem IIHF angeschlossen, das würde bedeuten, der DEB stellt der DEL keine Schiedsrichter mehr zur Verfügung!
  3. Die Spieler der DEL-Teams erhalten keine Transferkarten, das bedeutet sie wären international gesperrt und dürften keine Länderspiele bestreiten, was das für die Nationalmannschaft bedeuten würde ist sicherlich jedem bewusst!

Dies ist sicherlich nur ein grober Überblick über das Chaos was bei einem Scheitern der Verhandlungen am 20.06.2011 in Köln passieren kann/wird, aber wir sind doch alle der Hoffnung, dass die Eitelkeiten, die die Verhandlungen in den letzten acht Monaten auf beiden! Seiten behindert haben, endlich beiseite gelegt werden können und man sich auf das konzentriert was zählt, nämlich der Sport! Hierzu wird es auch ein offizielles Schreiben aller Fanabteilungen geben, dass am 20.06. an beide Parteien überreicht wird, in der Hoffnung, dass es etwas bewirkt!

 

Fazit: Das wichtigste für uns an diesem Tag war sicherlich der Kontakt zu anderen Fanbetreuern! Es ist geplant, dass das Treffen in dieser Konstellation eine regelmäßige Institution wird und so Eishockeydeutschland ein Stück weit zusammenwächst!

 

Blau-Weiß-Rote Grüße

Sven und Markus

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